Sonntag, 27. Juli 2008

Pläne

Geplant war, früh ins Bett zu gehen. Geplant war, sich gesund zu schlafen. Hab extra ein warmes Bier getrunken, weil das ja so helfen soll. Hab auch behauptet, man könne sich an den Geschmack gewöhnen. Kann jetzt sagen: Nein, kann man nicht! Es schmeckt einfach furchtbar. Und auch von der angeblichen Wunderwirkung merke ich nichts. Warm ist mir - ja. Aber das kann ich getrost auch auf die Außentemperaturen und die Wärmflasche in meinem Bett schieben (Der Gesundheit wegen... schon klar).
Früh ins Bett gehen wollte ich eigentlich. War es auch (für meine Verhältnisse), denn um halb elf lag ich eingemummelt in den Kissen. Nur die ersehnte und erhoffte Müdigkeit wollte sich nicht einstellen. Selbst mein sonst so wirksames Hörspiel blieb ohne Erfolg. Und so sitze ich jetzt wieder vor meinem Laptop und rede mir ein, dass mich das Schreiben sicher müde machen wird - noch merke ich nichts davon. Dabei müssten mir die Augen eigentlich von selbst zu fallen. Wenn man bedenkt, wie viel Zeit ich in den letzten Tagen vor dem Rechner verbracht habe. Und auch, aber nicht nur aus reinem Vergnügen. Ich bilde mich weiter. Tauche in die Tiefen von Photobearbeitungsprogrammen ein. Also, gut, einen Tauchgang kann man das noch nicht nennen - eher schnorcheln. Denn die Möglichkeiten mit diesen Programmen sind zahlreich und überschreiten teilweise meine Vorstellungskraft.
Nun also wieder ein Start in eine neue Woche an deren Ende mal wieder ein Wochenenddienst steht - große Freude mag da nicht aufkommen. Aber wie so oft schon gesagt: Es könnte auch schlimmer kommen. Also will ich mich gar nicht beklagen, sondern freue mich darüber, dass es das Leben derzeit relativ gut mit mir meint (*dreimalaufHolzklopf*).
Ich starte den zweiten Ins-Bett-geh-und-schlaf-Versuch. Aber nicht ohne Zitat und Musiktipp. Dieses Mal in der 2-in-1-Variante:

Annie Lennox "Money can't buy it"

Lyrics: "Won't somebody tell me what we're coming to It might take forever till we watch those dreams come true"

Samstag, 19. Juli 2008

"Herman, isch red bei dir. Tust du mir zuhören?!"

Kurz dacht ich, ich hätte mich verhört. Dann wurde mein Fremdschäm-Gen aktiviert und ich bin stellvertretend rot geworden.

Ein weiteres Zitat des Tags kann ich mir schenken.

Dafür aber Musik: "Der beste Augenblick" by Bernadette La Hengst.

Donnerstag, 17. Juli 2008

back from the island

Das war er also, der Urlaub 2008. Am Samstag bin ich mit meinen Rostocker Mädels in den Kurzurlaub nach Poel gestartet. Effektiv drei Tage haben wir auf der schönen Insel verbracht und Petrus war uns hold. Der Samstag zeigte sich von seiner freundlichen Seite, zwar mit Wolken aber auch mit blauem Himmel und warmen Sonnenstrahlen. Am Sonntag rief uns der Strand und so brutzelten wir ein paar Stunden in der Sonne und versuchten, baden zu gehen. Ich gestehe, ich habs nur bis zum Bauch ins Wasser geschafft - das war mir einfach zu kalt. Auch Montag zeigte sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten von seiner sommerlichen Seite. Ergebnis des Sonnenbadens war ein Sonnenbrand von der feinsten Sorte. Oder, wie Miss Pricipessa Pupenti sagen würde: Ich habe ein Bikini an, obwohl ich keinen Bikini an habe :D
Die große Erlebniswelt ist die Insel nicht, aber man kann schon das eine oder andere machen. Der Strand ist sehr schön, der Weg dahin mittelmäßig lang (vor allem, wenn Muddi-Donna die Karte mal wieder falsch liest und die armen Mädels über nen Umweg zum Strand jagt) und der Hafen klein, aber fein.

Auf dem (Um-)Weg zum Strand ... ...sind wir in Gallien gelandet - das hatte ich irgendwie im Süden Frankreichs vermutet... So kann man sich irren.

Hier mal ein Bild von unserem Balkon aus - genau der richtige Ort zum Frühstücken, Brutzeln und Karten spielen:

Ich fasse zusammen: es war ein schöner, wenn auch kurzer, aber in jedem Fall wiederholungswürdiger Urlaub! Sommer, Sonne, Sonnenschein. Und ich möchte wieder zurück auf die Insel. Nur noch mal ein paar Tage. Nicht nachdenken müssen, durchatmen können und entspannen. Mit Blick aufs Meer...


Zitat des Tages: "Ich bin weiß Gott nicht leicht zu beeindrucken. ... Wow! Ein blaues Auto." (aus The Simpsons)

Musik: Amy Mc Donald "This is the life"

Sonntag, 29. Juni 2008

Wort des Tages

(Ein Nachtrag)

Mein Wort des Tages für den Freitag war ohne Frage "Ironie". Wären es die "drei Worte des Tages" würden sie zweifelsohne "Ironie des Schicksals" lauten.

Heimreise - Ein Sommermärchen

Es war einmal ein junges Mädchen, das sich nichts sehnlicher wünschte, als an diesem Freitag früh Feierabend zu machen, um mit dem ICE in die hunderte Kilometer entfernte Heimat zu fahren.
So arbeitete sie schnell, trieb ihre Kollegen an und ließ die Mittagspause Mittagspause sein, um rechtzeitig gehen zu können.
Und ihre Bemühungen waren von Erfolg gekröhnt. Der frühe Feierabend kam, sie beeilte sich, nach Hause zu kommen, um ihre Reisetasche zu holen und sich schleunigst auf den Weg zum Bahnhof zu machen.
Fast abgehetzt kam sie dort an, fütterte einen großen Metallkasten mit Plastikkarten und hielt kurz darauf das wichtige Stück Papier in der Hand (wer's nich geschnallt hat: die Fahrkarte mein ich). Sie nahm ihre Tasche, rannte zum Gleis und blickte zu der Abfahrtstafel: Abfahrt 16.11 Uhr - stand dort in dicken schwarzen Lettern. Doch nur wenige Zentimeter tiefer machten dicke rote Buchstaben alles wieder zunichte: Zug kommt ca. 30 Minuten später ...

Das alleine ist nun nicht als "Ironie des Schicksals" zu verbuchen. Es ging ja noch weiter. (Den Märchenton klemm ich mir ab hier mal)

30 Minuten las ich und dachte mir: Oooookay. Wenn der Zug wirklich 30 Minuten Verspätung hat... hast du noch drei Minuten, um einmal quer über den Bahnhof zu hetzen. - Das wäre in Berlin ein Ding der Unmöglichkeit, In Lutherstadt Wittenberg ist es durchaus machbar. Ich war also noch recht guter Hoffnung. Diese steigerte sich dann, als der Zug doch schon nach 25 Minuten in Dessau eintraf. >>Alles wieder im grünen Bereich<<, dachte ich. Zug fuhr los, machte auch keine großartigen Zicken mehr und schnell waren wir unserem Ziel zum Greifen nahe. ALS... der Zug plötzlich, vielleicht zweihundert Meter vor der entscheidenden Station, einfach mal auf den Gleisen stehen blieb. Angesichts der Tatsache, dass mir der ICE vor der Nase wegzufahren drohte, kann man eine gewisse Unruhe vielleicht nachvollziehen... Nach scheinbar endlosen zwei Minuten setzte sich der Zug wieder in Bewegung und wir erreichten Wittenberg. Ich also Koffer an mich gerissen, raus ausm Zug, rein in den Bahnhof, Treppe runter, Fahrstuhl hoch, Bahnsteig lang gerannt, zur Abfahrtstafel geguckt: Schwarze, dicke Buchstaben: 17.22 Uhr, Rote, dicke Buchstaben: ca. 20 Minuten später. - um es kurz zu machen: Es wurden dann doch wieder 25 Minuten bis der ICE endlich einfuhr. ICE hin, ICE her : 25 Minuten Verspätung holt auch der nicht mehr ein und so sah ich meinen letzten Anschluss schon als nicht sonderlich realistisch. Ich kürze wieder ab: ICE machte Zeit gut, Anschluss rückte in greifbare Nähe, Zug hielt in Rostock, Koffer, raus ausm Zug, zum Gleis gerannt, Blick auf Tafel: Schwarz, dick: 21 Uhr, Rot, dick: 10 Minuten.

Noch Fragen???

Noch'n Zitat: "Wissen Sie, das Glück ist wie die Tour de France. Man wartet so lange, und dann rast es vorbei." (Die fabelhafte Welt der Amelie)

Musik ... vielleicht: "My truth" von Anna Loos

Und dann zieht man einen Strich

stellt fest, dass schon wieder ein halbes Lebensjahr rum ist und zieht ein kurzes Resümee:

Es hätte wirklich schlimmer kommen können. Im Vergleich zum letzten Jahr hab ich bisher weniger Tritte kassiert und bin weiter gekommen. Sicherlich gibt es die eine oder andere Sache, die besser laufen, schöner sein könnte. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Es fehlt ja eigentlich nur noch ein kleines Stückchen Glück *lalalalalala*

Und dann: Zähle ich die Tage bis zu den freien Tagen auf der Insel. Ein Glas Rotwein und der Hafen - ich hoffe, es wird so schön, wie ich es mir vorstelle. Nein, eigentlich bin ich sicher. Mit den beiden Mädels im Schlepptau *g*

Zitat: "Falls du auf den passenden Augenblick gewartet hast... das war er." (Fluch der Karibik)

Musik: "My Mama said" von ABBA

Donnerstag, 26. Juni 2008




Zitat: "Wer nichts verdient außer Geld, verdient nichts - außer Geld!"

Musik: Anni-Frid Lyngstad: "sista valsen med dig"

Mittwoch, 25. Juni 2008

Eigentlich

zu müde, um etwas zu sagen. Uneigentlich Lust auf Konversation. So bin ich heute ein kleiner Widerspruch in mir selbst. Bin schlafend und aufgekratzt, durchgeknallt und auf der Flucht. Und eindeutig reif für die Insel. 18 Tage noch. Nur 18 Tage. Dann gehört die Insel uns (... und denen, die da sonst noch so wohnen... )!

Musik: Annie Lennox - "Lovesong for a vampire"

Zitat: "Was Sie Sünde nennen, nenne ich den großen Geist der Liebe, der tausend Formen hat."